SEMINARE der GNPÖ​

SEMINARE der GNPÖ

SEMINARE der GNPÖ
Gesellschaft für Neuropsychologie Österreich

Sämtliche Seminare der GNPÖ erfüllen die Kriterien für Fortbildungsveranstaltungen gem. Psychologengesetz 2013, BGBI Nr. 182/2013. Die Absolvierung der GNPÖ Seminare bilden den theoretischen Teil des GNPÖ Weiterbildungscurriculums Klinische Neuropsychologie und können in weiterer Folge auch für die Eintragung in die Liste der Spezialisierung „Klinische Neuropsychologie“ des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen verwendet werden.

Grundlagen der neuropsychologischen Rehabilitation – abgesagt

12.02.2021 & 13.02.2021

Ziel
Im Seminar werden Grundlagen der neuropsychologischen Rehabilitation sowie Einsatzmöglichkeiten der neuropsychologischen Diagnostik und Intervention im Rahmen des Rehabilitationsprozesses vermittelt.

Inhalt

  • Phasenmodell der Neurorehabilitation
  • Diagnostik und Intervention in den verschiedenen Rehabilitationsphasen
  • Basisfertigkeiten/Voraussetzungen des Patienten
  • Planung und Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen
  • Einsatz verschiedener Therapieansätze und -möglichkeiten
  • Neuropsychotherapie – therapeutische Ansatzpunkte
  • Fallbeispiele

Seminarleitung
Mag. Alexandra Marold-Sattler
Klinische Psychologin (Klinische Neuropsychologie), Gesundheitspsychologin, Wahlpsychologin für klinisch-psychologische Diagnostik, tätig im Neurologischen Rehabilitationszentrum Rosenhügel NRZ

Termin/Dauer
Fr. 12.2.2021             13.00 bis 18.00 Uhr
Sa. 13.2.2021                9.00 bis 16.15 Uhr

Ort
Zentrum Leon
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder                   € 280,-
BÖP-Mitglieder                     € 308,-
Nicht-Mitglieder                     € 336,-

Anrechnung auf das Curriculum
2.1. Neuropsychologische Testverfahren (6 UE)
3.1. Erarbeitung eines Behandlungskonzepts (8 UE)

Literaturempfehlungen
Prosiegel, M. & Böttger, S. (2007): Neuropsychologische Störungen und ihre Rehabilitation.      
Prigatano, G.P. (2004): Neuropsychologische Rehabilitation. Springer.
Fries, W., Lössl, H., Wagenhäsuer, S. (2007): Teilhaben! Thieme

 

Entwicklungsneuropsychologie (Diagnostik und Therapie) – abgesagt

12.03. & 13.03.2021


Ziel
Die Entwicklungsneuropsychologie stellt wesentliche Informationen für das Verständnis der kindlichen Entwicklung zur Verfügung. Aus Entwicklungsverläufen nach Hirnschädigungen lassen sich Erkenntnisse über Phasen der Hirnreifung und die Lateralisierung kognitiver Funktionen gewinnen. Im Mittelpunkt der zwei Seminartage stehen spezifische Testverfahren der Entwicklungsneuropsychologie in Theorie und Praxis als auch therapeutische Zugänge.

Inhalte
Am Anfang des Kurses steht eine Darstellung der Grundlagen der Entwicklungsneuropsychologie. Darauf aufbauend werden verschiedene Ursachen für Hirnfunktionsstörungen vorgestellt, um dann am Beispiel des Schlaganfalls im Kindes- und Jugendalter die Folgen einer neurologischen Erkrankung zu diskutieren. Es soll auch der Bezug zu Lernstörungen im schulischen Rahmen hergestellt werden.
Des Weiteren werden diagnostische Strategien und Testverfahren vorgestellt, mit denen Leistungen in den einzelnen Funktionsbereichen abgebildet werden können. Resultierend aus Profilanalysen von Kindern nach Schlaganfall sollen abschließend Impulse für die neuropsychologisch orientierte therapeutische Praxis gegeben werden.

Seminarleitung
Dipl. Psych. Ralf Heindorf, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Neurologischen Rehazentrum in Bremen Friedehorst, Neuropsychologischen Praxis in Oldenburg.

Termin/Dauer

Fr. 12.3.2021             9.00 bis 16.15 Uhr

Sa. 13.3.2021             9.00 bis 16.15 Uhr

Ort
Zentrum LEoN,
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder                   € 320,-
BÖP-Mitglieder                       € 352,-
Nicht-Mitglieder                     € 384,-

Anrechnung auf das Curriculum
1.5. Entwicklungsneuropsychologie (8 E)
2.1. Neuropsychologische Testverfahren (4 E)
3.2. Neuropsychologische Trainingsverfahren und Therapie (4 E)

Literaturempfehlung
Kaufmann, L., Nuerk, H.-C., Konrad, K. & Willmes, K. (Hrsg.) (2009). Kognitive Entwicklungsneuropsychologie. Göttingen: Hogrefe.

Heine, A., Engl, V., Thaler, V. M., Fussenegger, B. & Jacobs, A. M. (2012). Neuropsychologie von Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten. Göttingen: Hogrefe.

Daseking, M., Heubrock, D. & Petermann, F. (2006). Sprachentwicklung.

Bölte, S. & Lehmkuhl, G. (2013) Neurpsychologische Testverfahren. In G. Lehmkuhl, F. Poustka, M. Holtmann & H. Steiner (Hrsg.), Lehrbuch der Kinder- und Jugendpsychiatrie (S. 358-369). Göttingen: Hogrefe.

Daseking, M. (2009). Schlaganfall. In F. Petermann & M. Daseking (Hrsg.), Fallbuch HAWIK‐IV (S.195‐214). Göttingen: Hogrefe.

 

Schlaf und Neuropsychologie

09.04. & 10.04.2021


Ziel
Die TeilnehmerInnen sollen durch den Besuch des Seminars ein Basiswissen über die neurophysiologischen Grundlagen der Schlaf-Wach-Regulation erwerben. Darauf aufbauend werden während des Seminars psychosoziale Aspekte des Schlaf-Wachverhaltens erörtert und spezielle Schlaf-Wach-Störungen, deren Diagnostik und Therapie vorgestellt. Der Zusammenhang zwischen Gedächtnisbildung, neurodegenerativen Erkrankungen (Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson u.a.) und Schlaf stellt einen besonderen Schwerpunkt des Seminars dar.

Inhalt

  • Anatomie und Physiologie der Schlaf-Wach-Regulation
  • Rolle des Schlafes in der Gedächtniskonsolidierung
  • Schlaf bei neurodegenerativen Erkrankungen
  • Spezielle Schlafstörungen mit Fokus auf neurologische Schlafstörungen
  • Nicht-medikamentöse und medikamentöse Therapie der häufigsten Schlafstörungen

Seminarleitung
Assoc.-Prof. PD Dr. Stefan Seidel, Stationsführender Oberarzt und Leiter des Schlaflabors an der Medizinischen Universität Wien, Universitätsklinik für Neurologie

Termin/Dauer
Fr. 9.4.2021               13.00 bis 18.00 Uhr
Sa. 10.4.2021             9.00 bis 16.15 Uhr

Ort
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder                   € 280,-
BÖP-Mitglieder                     € 308,-
Nicht-Mitglieder                     € 336,-

Anrechnung auf das Curriculum
1.3. Funktionelle Neuroanatomie (6 E)
1.4. Klinische Neurologie, Verfahren in der Neurologie, Krankheitslehre (8 E)

Literaturempfehlung
The reorganisation of memory during sleep. Landmann et al. Sleep Med Rev 2014; doi10.1016

 

Aphasie und ihre Begleitstörungen

16.04. & 17.04.2021


Ziel
Dieser Kurs vermittelt Basiswissen zur Diagnostik und zu den Symptomen von Sprachstörungen (ohne neurodegenerative Erkrankungen). In Abgrenzung dazu werden ebenfalls nicht-aphasische Kommunikationsstörungen nach Frontalhirnverletzungen thematisiert. Die symptomorientierte Sichtweise soll durch modellorientierte Beschreibungen ergänzt werden. Des Weiteren werden sprachtherapeutische Ansätze bei Aphasie sowie Behandlungsstrategien bei nicht-aphasischen Kommunikationsstörungen thematisiert.

Inhalte

  • Videobeispiele von aphasischen, sprechapraktischen und dysarthrischen Störungen
  • Analysen dieser drei Störungen
  • Vorstellung „Nicht-aphasischer Kommunikationsstörungen“
  • Modellorientierte Beschreibungen verschiedener Sprachstörungen
  • Sprachtherapeutischer Ansätze

 

Seminarleitung
Frank Regenbrecht
Klinischer Linguist, Universität Leipzig, Tagesklinik für Kognitive Neurologie  

Termin/Dauer
Fr. 16.4.2021             10.00 bis 17.15 Uhr
Sa. 17.4.2021             9.00 bis 16.15 Uhr

Ort
Zentrum LEoN
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder                   € 320,-
BÖP-Mitglieder                     € 352,-
Nicht-Mitglieder                     € 384,-

Anrechnung auf das Curriculum
1.2. Neurolinguistik (16 E)

Literaturempfehlung
Weniger, D.: Aphasie. in: H.O. Karnath u.a., Klinische Neuropsychologie – Kognitive Neurologie. Thieme 2014.
Tesak, J.: Einführung in die Aphasiologie. Thieme 1997.
Stadie, N. & Schröder, A.: Kognitiv orientierte Sprachtherapie. Urban & Fischer 2009.

 

Diagnostik und Therapie von Gedächtnisstörungen nach Hirnschädigung

18.06. & 19.06.2021


Ziel des Seminars ist einerseits das Erlernen der Klassifizierung von Gedächtnisstörungen und hypothesengeleitet, an den Leitlinien orientierte Durchführung von Diagnostik. Andererseits sollen die TeilnehmerInnen das Spektrum neuropsychologischer Therapiemethoden zur Behandlung von Gedächtnisstörungen kennenlernen und in der Lage sein Therapieziele differenziell zu definieren und Behandlungsmethoden in Abhängigkeit von der Behandlungsphase, den therapeutischen Rahmenbedingungen und dem Störungsbild des Patienten auszuwählen. Um diese Ziele zu erreichen werden Methoden der Selbsterfahrung, des Rollenspieles als auch Kasuistiken eingesetzt.  

Inhalt

  • Gedächtnisstörungen nach Hirnschädigung unterschiedlicher Ätiologie und Lokalisation
  • assoziierter Hirnleistungsstörungen und andere Einflussgrößen – Differenzialdiagnostik
  • Neuropsychologische Befunderstellung
  • Differenzielle Indikations- und Zielstellung / Ableitung von Therapiezielen aus der Diagnostik
  • Neuropsychologische Therapiemethoden
  • therapeutische Methoden Umgang mit den emotionalen und behavioralen Folgen von Gedächtnisstörungen / Angehörigenberatung
  • Digitale Medien in der neuropsychologischen Therapie

 

Seminarleitung
Dr. Angelika Thöne-Otto, Klinische Neuropsychologin und Supervisorin (GNP) und Psychologische Psychotherapeutin, Universitätsklinikum Leipzig, Tagesklinik für kognitive Neurologie

Termin
Fr.  18.6.2021        12.00 bis 19.15
Sa. 19.6.2021         9.00 bis 16.15

Ort
Zentrum LEoN
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder                   € 320,-
BÖP-Mitglieder                     € 352,-
Nicht-Mitglieder                     € 384,-

Anrechnung auf das Curriculum
2.1 Neuropsychologische Testverfahren (8 E)
3.2 Neuropsychologische Trainingsverfahren und Therapie (8 E)

Literaturempfehlung
Bartsch, T., Falkai, F. (Hrsg.). Gedächtnisstörungen. Berlin: Springer, 2013.

Schellig, D., Drechsler, R., Heinemann, D. & Sturm, W. (Hrsg.) (2009). Handbuch neuropsychologischer Testverfahren, Band 1: Aufmerksamkeit, Gedächtnis und exekutive Funktionen. Göttingen: Hogrefe.

Thöne-Otto, A. (2016). E-Health in der neuropsychologischen Therapie: Aktuelle Entwicklungen in online- und Mobil-Geräte-Anwendungen. Nervenheilkunde, 35, 29-34

Thöne-Otto, A. (2017). Dosis-Wirkungs-Beziehungen in der Neurorehabilitation kognitiver Funktionen am Beispiel des Arbeitsgedächtnistrainings. Neurologie & Rehabilitation, 23, 9-18.

Thöne-Otto, A., et al (2020). Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Gedächtnisstörungen. www.dgn.org/leitlinien/3899-ll-030-124-diagnostik-und-therapie-von-gedaechtnisstoerungen-2020

Weicker, J., Hudl, N. & Thöne-Otto, A. (2017). „Was misst eigentlich die Blockspanne“ – Der Goldstandard im Fokus. Zeitschrift für Neuropsychologie, 28, 45-54.

Weicker, J., Villringer, A., Thöne-Otto, A. (2015). Can Impaired Working Memory Functioning Be Improved by Training? A Meta-Analysis with a Special Focus on Brain Injured Patients. Neuropsychology. DOI: 10.1037/neu0000227.

 

Neuropsychologische Befunderstellung

25.06.2021


Ziel
Kompetenzerwerb zur Erstellung klinisch-neuropsychologischer Befunde.
Die Teilnehmer lernen die Vorgangsweise und die formalen und inhaltlichen Notwendigkeiten bzw. Richtlinien zur Befunderstellung kennen.

Inhalt

  • Regeln für Ausarbeitung und Erstellung eines neuropsychologischen Befunds, beinhaltend den Ablauf des diagnostischen Prozesses, die Nutzung von Informationsquellen für den Befund und den formalen und inhaltlichen Befundaufbau
  • Beispielbefunde, Fallbeispiele

 

Seminarleitung
Mag. Dr. Werner Sattler
Klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe, Neuropsychologe, Psychotherapeut (VT)
Wahlpsychologe für klinisch-psychologische Diagnostik
Allg. beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Neuropsychologie

Termin/Dauer
Freitag, 25.6.2021                 9.00 bis 16.15 Uhr

Ort
Zentrum LEoN
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder                   € 160,-
BÖP-Mitglieder                     € 176,-
Nicht-Mitglieder                     € 192,-

Literatur

  • Bundesministerium für Gesundheit (2012): Richtlinie für die Erstellung von klinisch-psychologischen und gesundheitspsychologischen Befunden und Gutachten.
  • Jank, R. (2010): Neuropsychologische Befunderhebung und Befunderstellung. In: Lehrner, J. et al. (Hg.): Klinische Neuropsychologie. 2. Aufl., Springer.

 

Neuropsychologische Begutachtung

26.06.2021


Ziele

  • Kompetenzerwerb zur Erstellung neuropsychologischer Gutachten
  • Die Teilnehmer erarbeiten den schlüssig nachvollziehbaren Aufbau und die fachgerechte Gestaltung eines Gutachtens und lernen die Vorgangsweise und die formalen und inhaltlichen Notwendigkeiten bzw. Richtlinien zur Gutachtenerstellung kennen
  • Ein Gutachten formal und inhaltlich so strukturieren und darstellen können, dass es dem Auftraggeber bei der Sachaufklärung bzw. Entscheidungsfindung hilft
  • Die passende Ausdrucksweise und Fachsprache für ein verständliches Gutachten wählen können

 

Inhalt

  •  Regeln für Ausarbeitung und Erstellung eines neuropsychologischen Gutachtens, beinhaltend den Ablauf des diagnostischen Prozesses, die Nutzung von Informationsquellen für das Gutachten, den formalen und inhaltlichen Gutachtenaufbau, die gutachtliche Bewertung der Untersuchungsbefunde sowie die Beantwortung der Fragestellung
  • Beispielgutachten, Fallbeispiele

 

Seminarleitung
Mag. Dr. Werner Sattler
Klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe, Neuropsychologe, Psychotherapeut (VT)
Wahlpsychologe für klinisch-psychologische Diagnostik
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Neuropsychologie

Termin/Dauer
Samstag, 26.6.2021               9.00 bis 16.15 Uhr

Ort
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder                   € 160,-
BÖP-Mitglieder                     € 176,-
Nicht-Mitglieder                     € 192,-

Literatur

  • Maly, J., Strubreither, W., Wurzer, W. (2010): Das neuropsychologische Gutachten. In: Lehrner, J. et al. (Hg.): Klinische Neuropsychologie. 2. Aufl., Springer.
  • Westhoff, K. & Kluck, M.L. (2014): Psychologische Gutachten schreiben und beurteilen. Springer.
  • Proyer, R.T. & Ortner, T.M. (2010): Praxis der Psychologischen Gutachtenerstellung. Schritte vom Deckblatt bis zum Anhang. Hans Huber.
  • Wilhelm, H. & Roschmann, R. (2007): Neuropsychologische Gutachten. Ein Leitfaden für Psychologen, Ärzte, Juristen und Studierende. Kohlhammer.
  • Hartje, W. (2004): Neuropsychologische Begutachtung. In: Fortschritte der Neuropsychologie, Bd. 3. Hogrefe.

 

CVI – Zentrale Störungen der visuellen Wahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen – Grundlagen, Diagnostik und Therapie

01.10.2021 & 02.10.2021 
 

Ziel
Kinder mit zentralen Störungen der visuellen Wahrnehmung (CVI) sind eine klinisch sehr heterogene Gruppe. Das weite Spektrum reicht von normal-begabten Kindern mit isolierten wahrnehmungsmäßigen Teilleistungsstörungen bis hin zu mehrfach-behinderten Kindern mit massiven Sehfunktionsstörungen und motorischen und intellektuellen Beeinträchtigungen.

In dem Seminar sollen zunächst die breitgefächerten Störungsbilder, die Ursachen und Auftretenshäufigkeit von CVI dargestellt werden. Bewährte Vorgehensweisen der frühen Erfassung, Besonderheiten der diagnostischen Abklärung sollen vermittelt, Hilfen und therapeutische Möglichkeiten sollen praxisnah, mit Videomaterial und Falldarstellungen aufgezeigt werden.

Inhalt
•    Erscheinungsformen, Ursachen, Häufigkeit von CVI, Neuroanatomischer Hintergrund, Erklärungsmodelle
•    Wichtige Störungsbilder: Visuelle Aufmerksamkeit, Erkennungsleistungen (Form-, Objekt-, Gesichtserkennung), räumlich perzeptive und räumlich konstruktive Leistungen
•    Mehrstufige Diagnostische Abklärung, Testverfahren, Besonderheiten der Testung von Kindern mit CVI-Verdacht, Abgrenzung von anderen Störungsbildern
•    Therapeutische Hilfen und Förderansätze 

Seminarleitung
Matthias Zeschitz, Dipl. Psychologe, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, lange berufliche Erfahrung am Blindeninstitut Würzburg (Frühförderung und Beratungszentrum Sehen)

Mag. Michaela Ennöckl, Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin, Pädagogische Leitung bei Contrast – Frühförderung für blinde, sehbehinderte und mehrfachbehindert-sehgeschädigte Kinder

Termin
Fr. 1.10.2021              13.00 bis 18.00 Uhr
Sa. 2.10.2021               9.00 bis 16.15 Uhr

Ort
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder                   € 280,-
BÖP-Mitglieder                     € 308,-
Nicht-Mitglieder                    € 336,-

Anrechnung auf das Curriculum
1.5. Entwicklungsneuropsychologie (8 E)
2.1. Neuropsychologische Testverfahren (3 E)
3.2. Neuropsychologische Trainingsverfahren und Therapie (3 E)

Literaturempfehlung
Bals I (2011) Zerebrale Sehstörung, Begleitung von Kindern mit zerebraler Sehstörung in Kindergarten und Schule. 2. Auflage. Bentheim, Würzburg
Hall Lueck A, Dutton GN. Vision and the brain. Understanding cerebral visual impairment in children. AFB Press, New York
Zihl J, Mendius K, Schuett S, Priglinger S (2012) Sehstörungen bei Kindern. Visuoperzeptive und visuokognitive Störungen bei Kindern mit CVI. Springer, Wien 

 

Neuropsychologische Demenzdiagnostik

15.10.2021
 

Ziel
Das Ziel des Seminars ist das Kennenlernen dementieller Erkrankungen und die Möglichkeiten ihrer differentialdiagnostischen neuropsychologischen Abklärungen.

Inhalt
In diesem Seminar werden verschiedene dementielle Erkrankungen (Mild Cognitive Impairment, Alzheimerkrankheit, Frontotemporale Demenzen, Parkinsonkrankheit) diskutiert und Möglichkeiten der neuropsychologischen Diagnostik anhand von Video Beispielen präsentiert. Aktuelle neuropsychologische Verfahren zur Demenzdiagnostik werden vorgestellt. 

Seminarleitung
Ass. Prof. Priv. Doz. Mag. Dr. Johann Lehrner, Klinischer Psychologie (Klinische Neuropsychologie), Gesundheitspsychologe, VT-Therapeut

Termin/Dauer
Fr. 15.10.2021     9.00-16.15 Uhr

Ort
Zentrum LEoN,
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder     € 160,- 
BÖP-Mitglieder         € 176,-
Nicht-Mitglieder       € 192,-

Anrechnung auf das Curriculum
1.1. Neuropsychologische Syndrome (4 E)
2.1. Neuropsychologische Testverfahren (4 E)

Literaturempfehlung
Lehrner J., Pusswald, G., Fertl, E. & Strubreither, W. (2010). Klinische Neuropsychologie: Grundlagen – Diagnostik – Rehabilitation. Springer Verlag, Wien 
Förstl, H (2011) Demenzen in Theorie und Praxis. Springer-Verlag Berlin, Heidelberg
Förstl, H. et al (2010) Demenz. Diagnose und Therapie: MCI, Alzheimer, Lewy-Körperchen, Frontotemporal, Vaskulär. Schattauer, Stuttgart

 

Berufliche Rehabilitation

16.10.2021
 

Ziel
Dieser Kurs vermittelt die neuropsychologischen Aspekte der beruflichen Rehabilitation hirngeschädigter Menschen, sowie relevantes rechtliches Basiswissen zum Thema Arbeits- und Sozialrecht.

Inhalt
Dieses Seminar stellt relevante Aspekte der beruflichen Rehabilitation von Menschen nach Hirnschädigung dar. Anhand des Projektes im BBRZ Linz geht die Vortragende auf wesentliche Aufgaben des Neuropsychologen bei der Wiedereingliederung in das Berufsleben ein und dokumentiert an Hand von Fallbeispielen das schrittweise Vorgehen der beruflichen Reintegration. Weiters werden rechtliche Rahmenbedingungen zu diesem Themenkomplex mit einem Spezialisten diskutiert.

Seminarleitung
Mag. Kathrin Siebert (BBRZ Linz)
Mag. Claudia Huber (BBRZ Wien)

Termin
Sa. 16.10.2021        9.00 bis 16.15 Uhr

Ort
Zentrum LEoN
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder        € 160,-
BÖP-Mitglieder           € 176,-
Nicht-Mitglieder          € 192,-

Anrechnung auf das Curriculum
3.3 Berufliche Wiedereingliederung (8 E)

Literaturempfehlung
Siebert, K. (2011) Berufliche Rehabilitation in Österreich. In Lehrner, Pusswald, Fertl, Strubreither & Kryspin-Exner (Hrsg) Klinische Neuropsychologie. 2. Auflage. Springer- Verlag Wien

 

Neurologie in der Neuropsychologie

12.11. & 13.11.2021
 

Ziel    
Die TeilnehmerInnen sollen durch den Besuch des Seminars ein Basiswissen über die anatomischen und physiologischen Grundlagen des zentralen und peripheren Nervensystems erwerben.  Aufbauend darauf werden mithilfe von anschaulichen Abbildungen und Videoaufnahmen die häufigsten neurologischen Krankheitsbilder wie Migräne, Schlaganfall, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose und Epilepsie beschrieben und diskutiert. Der Schwerpunkt soll dabei auf nicht-kognitive Defizite gelegt werden. 

Inhalt
•    Anatomie und Physiologie des zentralen und peripheren Nervensystems.
•    Erhebung des neurologischen Status in Theorie und Praxis
•    Besprechung der häufigsten neurologischen Erkrankungen
•    Beispielvideos zur Veranschaulichung neurologischer Symptome

Seminarleitung
Ass. Prof. PD Dr. Stefan Seidel, Facharzt für Neurologie an der Medizinischen Universität Wien, Universitätsklinik für Neurologie

Termin/Dauer
Fr. 12.11.2021              9.00 bis 16.15 Uhr
Sa.13.11.2021              9.00 bis 16.15 Uhr

Ort
Zentrum LEoN
Wien

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder              € 320,-
BÖP-Mitglieder                 € 352,-
Nicht-Mitglieder                € 384,-

Anrechnung auf das Curriculum
1.4. Klinische Neurologie, Verfahren in der Neurologie, Krankheitslehre (16 E)

Literaturempfehlung
Gehlen, W  Delank H-W.  (2010) Neurologie. Thieme Verlag
Mattler, H. & Mumenthaler M. (2012) Neurologie. Thieme Verlag